Das Semester ist nun zu Ende!

Studenten haben den Kern einer lebendigen Nachbarschaft entworfen, rund um den Lößniger Platz. Wenn Sie nach Inspirationen suchen, wie eine lebendige Nachbarschaft für alle aussehen könnte, klicken Sie auf ihre Bilder unten.

Lößniger Piazza – Quartierszentrum der kurzen Wege für die Nachbarschaft

Ein Quartier rund um einen Platz der zum Verweilen einlädt? Möglichst kurze Wege in der Stadt? Die Grundversorgung um die Ecke? 

Unser Funktionsprogramm: Durch die verschiedenen Nutzungen im Erdgeschoß der Gebäude an dem Platz wird die Grundversorgung der BewohnerInnen des Quartiers gewährleistet (Kartengrundlage: Dipl.-Ing. Fizner, eigene Bearbeitung).

Die Lößniger Piazza ist der pulsierende Mittelpunkt des ganzen Viertels. Ein Treffpunkt für Jung und Alt. Anstelle von dröhnenden Motoren toben Kinder um den zentralen Brunnen. Eltern sitzen unbesorgt im Restaurant auf Bänken und Stühlen und können sorglos essen. Später können sie entspannt ihre Wocheneinkäufe erledigen. Studierende kommen mit dem Fahrrad über die langersehnte Ost-West-Verbindung über die Tarostraße angefahren und besuchen die Bar. Im Nachbarschaftszentrum hört man, wie Jung und Alt gemeinsam lachen und Spaß haben. Großeltern haben es nicht weit zur nächsten Bus- oder Straßenbahnhaltestelle und erledigen in Ruhe Apotheken- und Arztbesuche. Aus Co-Working-Büros beobachten Arbeitende das Spektakel und freuen sich auf ihre Mittagspause unter den Bäumen.

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Lößniger Piazza – eine lebendige Nachbarschaft

Einst trieb ein verwitterndes Ödland einen Keil in die sonst so dicht bebaute Städtelandschaft Leipzigs. Das führte dazu, dass zwei benachbarte Viertel in Jahrzehnten der Spaltung immer stärkere Kontraste entwickelten. Mit einem neuen Bauprojekt im Stadtraum Bayerischer Bahnhof soll nun eine Brücke geschlagen und Südvorstadt und Neubaublocks wiedervereint werden. Eine zentrale Rolle soll dabei der Lößniger Platz spielen und einen lebendigen Ort der Begegnung und Zusammenkunft darstellen. Wir haben dafür eine eigene Vision einer möglichen Erdgeschossgestaltung entwickelt. Folglich könnten in Zukunft unter anderem ein Schachcafé, ein Pop-up Restaurant oder ein Sportgeschäft mit Kletterwand beliebte Treffpunkte für Bewohner einer zusammengefundenen Stadt sein.

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Lößniger Piazza – Raum für Gemeinschaft!

Konzeption eines nutzungsgemischten, inklusiven & vernetzenden Raums

Die Planung des neuen Quarties sieht einen zentralen Stadtplatz vor. Er bietet somit großes Potenzial für das öffentliche Leben und die Gemeinschaft im Quartier und soll zudem die gewerblichen Nutzungen konzentrieren.

Abbildung 1: Lößniger Piazza & geplante Nutzungsverteilung im Stadtquartier Lößniger Straße (Quelle: BUWOG, 10/2020).

Wir wollen diesen nun durch ein Nutzungskonzept mit Leben füllen! Dafür starten wir mit einer Analyse der Anforderungen, die an den Platz gestellt werden. Ziele einer Nutzungsmischung und einer partizipativen, vernetzten und inklusiven Gemeinschaft sind für uns dabei stets zentral. Ausgehend von den geplanten Funktionen könnt ihr dann, im zweiten Part, auf vier Skizzen die Übertragung des Konzeptes in den Raum sehen.

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Quartier für Alle – Konzeptideen für eine lebenswerte Nachbarschaft

Ein ganzes Semester haben wir uns nun mit dem Quartier Bayerischer Bahnhof beschäftigt. Nachdem wir uns in unserem ersten und zweiten Post auf die Analyse der bereits vorhandenen Strukturen im Bereich der Lößniger Piazza konzentriert haben, formulieren wir im Folgenden konkrete Nutzungs- und Gestaltungsideen für ein Quartier für Alle.

Folgende Synergien und Schwerpunkte haben sich im Vorfeld für uns ergeben:

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Wohnen im Grünen, Leben in der Stadt

Konzept zur Entwicklung eines nachhaltigen, lebenswerten und bunten Quartiers im Leipziger Südosten

Übersicht EG-Nutzung Gewerbe
Übersicht EG-Nutzung Gewerbe M 1:500, © selbsterstellt

Recht auf Stadt als Recht auf ein erneuertes nachhaltiges urbanes Leben.

Rasch steigende Bevölkerungszahlen gehen oft mit Qualitätseinbußen des Urbanisierungsprozesses einher. Mit diesem Konzept möchten wir den Bewohnern ein ausgeglichenes und nachhaltiges Leben ermöglichen, indem wir Innovation durch Gemeinschaft und ein umweltbewusstes Leben fördern.

Besonders nachhaltige Themen sind uns bei der Gestaltung wichtig. Ein zentraler Punkt ist die Co-Existenz von urbanem Leben und der Natur. Gemischte Raumnutzungen sind auf einer Piazza der wichtigste Aspekt für eine erfolgreiche Gestaltung des öffentlichen Lebens. Zudem sind viele alltägliche Nutzungen zentral verankert, um den Alltag durch kurze Wege zu erleichtern. Ziel ist es, die Gemeinschaft zusammenzubringen und die soziale Interaktion zu fördern.

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Standortanalyse dynamisches Mapping

Wir, die Studenten, haben unsere wichtigsten Erkenntnisse in dem folgenden dynamischen Mapping zusammengefaßt. Es wird uns helfen, ein funktionales Programm zu entwickeln, um ein lebendiges Lößniger Viertel zu entwickeln. Unsere Standortanalyse der bestehenden Umgebung und ihrer Herausforderungen für das geplante Quartier ist in vollem Umfang in früheren Posts verfügbar: zu Natur, Menschen, Straßen und öffentlichen Räumen, der gebauten Umwelt und den bestehenden Aktivitäten.

Dynamisches Mapping der Analyse wichtige Erkenntnisse mit © Mural gezeichnet,
unter der Leitung von Vanessa Brandt, RKW+

Nachbarschaft neu denken: Polarisierung durch Partizipation überwinden!

Eine Analyse der sozialen Aspekte des Stadtentwicklungsprojektes

Auf der aktuellen Brachfläche am Bayerischen Bahnhof sollen in naher Zukunft 1.600 Wohnungen errichtet werden. Zudem werden ein Schulcampus, eine Grundschule und eine Kindertagesstätte gebaut, ein Stadtteilpark entstehen und hochgeschossige Bürobauten die Fläche vor dem MDR füllen. Fragt man die Menschen im Quartier zu diesen Vorhaben: Ja, man hätte davon gehört. Aber genaueres wisse man nicht. Ob man an seiner neuen Nachbarschaft mitgestalten könne? Da wäre man jetzt überfragt. Der mediale Diskurs dreht sich um die neuen Pläne der Investor*innen und der Stadt. Aber was ist eigentlich mit den Ansprüchen und der Partizipation der Anwohner*innen? Und den zukünftigen Bewohner*innen des neuen Quartiers? Für wen wird der Stadtraum schließlich beplant, wenn nicht für sie?

In unserem vorangegangenen Artikel „Wo sind die Menschen zwischen Südvorstadt und Südost?“ berichteten wir von der geringen Aneignung des Raumes. Hierbei führten wir Polarisierung, mangelnde soziale Vernetzung in und zwischen den angrenzenden Quartieren sowie die fehlenden Plattformen für Partizipation als mögliche Erklärungsfaktoren an. Zu deren Überprüfung haben wir Blicke in die Stadtstatistiken geworfen und direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort aufgenommen – und konnten die Thesen größtenteils bestätigen.

Was erwartet also die Nachbarschaft von dem Projekt vor ihrer Haustür? Und: wer ist überhaupt die Nachbarschaft?

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Quartier Lößniger Straße – eine veraltete Infrastruktur?

Das Gelände des Bayerischen Bahnhofs steht kurz vor einer grundlegenden Veränderung: Die Entstehung des modernen Stadtviertels am Bayerischen Bahnhof wird große Auswirkungen auf das angrenzende Quartier Lößniger Straße haben.

Während Infrastruktur für Fahrräder so gut wie nicht vorhanden ist, sind die angrenzenden Quartiere der Brachfläche bisher nur auf eine autofreundliche Mobilität ausgerichtet. Durch den hohen Anteil an Parkplätzen und die spärliche Bepflanzung gewährleistet der öffentliche Raum deshalb nur eine geringe Aufenthaltsqualität. Menschen mit eingeschränkter Mobilität gehen lieber auf den Straßen als auf den Gehwegen. Erfüllt diese Gestaltung die Bedürfnisse der zukünftigen Nachbarschaft oder ist die aktuelle Infrastruktur veraltet?

Dieser Beitrag soll aufzeigen, welche Entwicklungen das Quartier Lößniger Straße erwartet, wie die Bedürfnisse von EinwohnerInnen sind und wo es besonderen planerischen Handlungsbedarf gibt.

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Natur – Hier & Jetzt

Eine Ist-Analyse des Stadtraums Bayerischer Bahnhof mit dem Fokus Natur

© Stadtraum Bayerischer Bahnhof Leipzig

Nachdem wir in unserem letzten Post über unsere Impressionen und Wahrnehmungen der Natur auf der Brache berichtet haben, möchten wir uns nun mit einigen Aspekten des Gebiets und dessen Umgebung näher auseinandersetzen. 

Natur in Städten hat viele Funktionen. Zum einen stellt sie die Lebensgrundlage für viele Pflanzen und Tiere dar, zum anderen hat sie auch positive Auswirkungen auf den in der Stadt lebenden Menschen. 

Mit Hinblick auf die anstehenden Baumaßnahmen ist es umso wichtiger, den aktuellen Zustand der Natur und deren Wichtigkeit zu erkennen und in die Planungen einfließen zu lassen. Stadtbrachen bieten die Möglichkeit, Natur unreglementiert zu erleben, da sie für Pflanzen und Tiere als Lebensraum ohne tiefgreifende Störung durch den Menschen, wie beispielsweise Düngung und Pestizide existieren. Eine solche, freie Entwicklung der Natur kann man innerstädtisch sonst kaum vorfinden. 

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